Samstag, 29. Februar 2020

Rezension: "Cinder und Ella" von Kelly Oram


Das für mich bisher unmöglich erscheinende ist passiert: 


Ich habe ein Buch beendet, das „Flying High“ von Bianca Iosivoni toppt. Und es ist, wie oben deutlich ersichtlich, „Cinder & Ella“ von Kelly Oram. Dazu muss ich sagen, dass „Falling Fast“ und „Flying High“ für mich die bisher bewegensten Bücher gewesen sind, die ich jemals gelesen habe, weil sie einfach eine ganz besondere Tiefe haben und ich selbst schon mit der Thematik konfrontiert gewesen bin. 
Hier soll es aber um „Cinder & Ella“ gehen, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich anfangen soll, ich habe das Buch gerade beendet (es ist 4:30 Uhr, so viel zum Thema früh schlafen gehen) und bin noch total aufgewühlt.


Beginnen wir am Anfang:

Ella oder Ellamara, ist mir von Anfang an sympathisch gewesen: Ich meine ein Nerd der Bücher liebt und einen Blog hat? Wie könnte ich sie nicht lieben? Ihren Unfall finde ich wirklich schrecklich und ich glaube, das war das erste Mal (von vielen Malen), dass ich beim Lesen geweint habe. Ohne zu spoilern kann ich nur sagen, dass ich mit diesem Ausmaß absolut nicht gerechnet habe.

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Auch Cinder finde ich seit Beginn mega: Ein angesagter Playboy, der sich in einen Büchernerd verliebt und selbst einer ist? Wie könnte ich ihn nicht lieben? .

Die Handlung ist ein auf und ab an Gefühlen: Während ich bei manchen Szenen herzhaft lachen muss, sind andere so emotional, dass ich wirklich tief berührt bin, wie es nur selten ein Buch schafft. Und hier muss ich auch noch ein großes Lob an Kelly Oram schreiben, die wirklich eine herzzerreißende und tiefe Storyline kreiert hat, dass ich wirklich fassungslos und von Anfang bis Ende gefesselt bin (ich sage nur 4:30 Uhr).


Alle Charaktere in diesem Buch sind so wahnsinnig realistisch und detailliert beschrieben, dass ich das Gefühl habe, jeden einzelnen von ihnen persönlich zu kennen, das Besondere an ihnen ist, dass sie alle ganz unterschiedliche Facetten haben, die sich nach und nach immer mehr entfalten.

Insgesamt kann ich nicht anders, als dem Buch unendlich viele Sterne zu geben, weil es mich einfach so unglaublich überrascht hat. Ich wusste zwar, dass es ziemlich beliebt es und viele es lieben, aber damit habe ich nicht gerechnet und ich bedauere, dass es so lange auf meinem SuB gelegen hat und ich werde so schnell wie möglich mit dem zweiten Teil beginnen, der hoffentlich genauso gut wird!

5/5 

Samstag, 4. Januar 2020

Rezension: "...als der Himmel uns berührte" von Jani Friese

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Hallo Leute, ich finde endlich genug Zeit, um meine Rezension zu „...als der Himmel uns berührte“ von Jani Friese zu veröffentlichen. Zuerst möchte ich mich aber noch bei Mainwunder bedanken, die das ganze hier erst möglich gemacht haben, und natürlich bei der lieben Jani Friese selbst, die dieses wundervolle Buch geschrieben hat, hier noch einmal der Inhalt:


Es ist Indian Summer in Kanada, als Mia ihre Freundin Dana besucht, um sich von den Problemen in ihrer Ehe zu erholen. Dort auf der idyllischen Ranch, inmitten der Rocky Mountains, begegnet sie dem Halbblut Aiden wieder. Auf ihren gemeinsamen Ausritten durch atemberaubende Berglandschaften, vorbei an kristallklaren Seen, treffen sie nicht nur auf Biber und Elche, sondern Mia muss sich auch eingestehen, dass sie sich mehr und mehr zu ihm hingezogen fühlt. Sie verdrängt die leidenschaftlichen Gefühle und kehrt schließlich zu ihrem Mann zurück. Die anfängliche Euphorie und Hoffnung, sie könnte ihre Ehe retten, schwindet, als ihre schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Von einem Moment auf den anderen verändert sich alles. Mia reist erneut nach Kanada und kommt einem wohl behüteten Familiengeheimnis näher, als ihr lieb ist. Ob es ihr auch diesmal gelingt, Aidens faszinierender Anziehungskraft zu widerstehen? Und was, wenn plötzlich ihr Ehemann auf der Bildfläche erscheint, der mit allen Mitteln versucht sie dazu zu bewegen, zu ihm zurückzukehren?


Zuallererst: Ich LIEBE Kanada und Jani Friese hat mir mit detaillierte und traumhaften Beschreibungen das Gefühl gegeben, selbst da gewesen zu sein. Das ganze wurde noch durch den lebendigen Schreibstil unterstützt, der alle Charaktere und Tiere zu Leben erweckt hat. Mein persönliches Highlight ist allerdings, dass das Thema reiten (neben der Liebesgeschichte natürlich) so im Fokus lag, weil ich früher wahnsinnig gerne geritten bin, am liebsten würde ich jetzt wieder damit anfangen!


Die Story ist mega gut aufgebaut und beinhaltete einige überraschende Wendungen, mit denen ich definitiv nicht gerechnet habe. Abgesehen von einem zauberhaften Leseerlebnis, lernt man aber auch viel über die Kultur der Ureinwohner und wie sie gelebt haben, was wirklich sehr interessant ist.
Das Leben von Mia ist ein einziges Gefühlschaos und am liebsten hätte ich sie geschüttelt und gesagt, komm endlich mit Aiden zusammen, aber es gibt so viele Faktoren, die das verhindern, allen voran ihr unsympathischer Ehemann Tristan, der absolut manipulativ ist und sie nicht gehen lässt. Dabei merkt man, wie gut es Mia tut, in Kanada zu sein, sie scheint zwei Persönlichkeiten (nenne ich es mal) zu haben, einmal die wilde, freie und glückliche Mia in den weiten Kanadas und die künstliche, professionelle und eingeschüchterte Mia, die in Hamburg lebt.


Wenn ihr nun aber wissen wollt, wie das Buch ausgeht, müsst ihr es schon selber lesen ;-)
Eine absolute Leseempfehlung von mir!


5/5

Freitag, 20. Dezember 2019

Rezension: "Neun Fremde" von Liane Moriarty

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Wow. Ich kann nur sagen WOW!
Dieses Buch hat mich absolut überrascht. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen an das Buch, der Inhalt klang gut, das Cover war schön, also habe ich es als Rezensionsexemplar angefragt. Niemals hätte ich erahnen können, was für eine Tiefe dieses Buch annimmt, aber ich fange mal ganz von vorne an:

In dem Buch geht es um neun Menschen, die alle eins gemeinsam haben: Sie brauchen eine Auszeit aus ihrem Alltag.
Da gibt es einmal Frances. Sie ist Autorin von zahlreichen Liebesromanen, aber mittlerweile flaut ihre Karriere ziemlich ab. Zu einem Glas Rotwein sagt sie nicht nein.
Dann gibt es Lars, der Scheidungsanwalt von beruf ist, wahnsinnig gut aussieht und sich andauernd auf Wellnessausflüge begibt.
Mit dabei sind auch Jessica und Ben, ein jung verheiratetes Paar, das im Lotto gewonnen hat und bei denen der Gewinn von so viel Geld auch seine Spuren hinterlassen hat.
Tony darf ich auch nicht vergessen, er war einmal ein gefeierter Footballstar, musste aber aufgrund einer Verletzung aufhören und verlebt seine Jahre seither mit viel Bier und Essen.
Des Weiteren ist Carmel noch da, sie ist Mutter von vier Töchtern, wurde von ihrem Mann für ein jüngeres Model ausgetauscht und wie viele Frauen wird sie von Selbstzweifeln geplagt, vor allem ihre Figur betreffend.
Als letztes lernen wir noch Napoleon, Heather und ihre Tochter Zoe kennen. Über die Familie möchte ich hier nicht zu viel preisgeben, weil ich von ihrem Schicksal am meisten berührt gewesen bin. Fakt ist, sie lieben Sport.

Außerdem gibt es noch Masha, die Leiterin des Wellness-Resorts "Tranquillum House" und ihre beiden Hauptmitarbeiter Yao und Delilah.

Das Buch wechselt durchweg die Perspektiven, was ich sowieso immer liebe und es gibt am Anfang und am Ende Zeitsprünge. Der Schreibstil ist absolut flüssig und so lebendig geschrieben, wie man es nur selten erlebt. Jeder dieser Charaktere hat seine ganz eigene Geschichte, die erklärt, wieso er oder sie so ist wie er/sie ist und die sich mit jeder Seite ein Stück weiter klärt. Der Roman hat alles was ein Buch haben muss: Humor, Spannung und vor allem ganz, ganz viele Emotionen. Niemals hätte ich erwartet, so welche Schicksäle hinter den Leuten zu entdecken und ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich dieses Buch lesen konnte. Es werden viele Geheimnisse aufgedeckt, die teils schockierend und teils traurig sind. Aber fesselnd bleibt das Buch von Anfang bis Ende.

Der Schluss ist sowieso das Beste an dem Buch, nicht weil es zwischendurch langweilig war, ich war tatsächlich durchweg gefesselt und gepackt von der Handlung, sondern weil es am Emotionalsten wurde ich weinend über das Buch gebeugt gelesen habe und nicht glauben konnte, wie Liane Moriarty, von der ich definitiv mehr lesen muss, so viel Gefühl
in dieses Buch stecken konnte.

 Ich will wirklich nicht zu viel vorweg nehmen, ich kann nur jedem Einzelnen, der das hier liest ans Herz legen, dieses Buch zu lesen, denn es ist einfach unglaublich und zählt definitiv zu meinen Jahreshighlights 2019!

5/5

Samstag, 14. Dezember 2019

Rezension: “Todesmal“ von Andreas Gruber


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Ich lese selten Thriller, um genau zu sein eigentlich nie. Diesen hier habe ich zufällig entdeckt und als Rezensionsexemplar angefragt, da ich den Inhalt wahnsinnig interessant fand.

 Hier auch noch der Inhalt:

Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich – und der erste Mord passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit liegt …

Das Buch ist relativ auktorial von der Perspektive her geschrieben, wobei in den Kapiteln meist Fokus auf die Gedankenwelt einer agierenden Person genommen wird. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden zum Hintergrund der Nonne, die wichtige Hinweise auf das Geschehen liefern.
Das Buch ist wahnsinnig gut geschrieben, weswegen ich es auch nicht weglegen konnte und in einer Nacht durchgelesen habe. Die Morde sind besonders am Anfang sehr ungewöhnlich, was die Geschichte nur noch interessanter gestaltet. Gegen Ende nimmt die Spannung wieder etwas ab, aber ich denke, das ist normal wenn der Höhepunkt vorbei ist.

Die Figuren gefallen mir alle sehr gut und positiv aufgefallen ist mir, dass jede Figur einen eigenen individuellen Charakter hat, was bei einer größeren Anzahl von handelnden Personen manchmal ja schwierig umzusetzen ist.

Wie ich irgendwann bemerkt habe, ist “Todesmal“ der fünfte Band dieser Reihe, dennoch hatte ich keine Probleme mich reinzulesen, da alles wunderbar erklärt wurde, was mir an Vorwissen fehlen könnte.

Ich werde in Zukunft definitiv öfter Thriller lesen, da ich wirklich sehr überzeugt von diesem Buch bin!

Darum:

5/5🐢

Dienstag, 10. Dezember 2019

Rezension: "Entdecke dich" von Elena Brower

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Heute gibt es mal keine Rezension zu einem Buch, sondern zu einem Kartenset. Die Intention dahinter ist es, täglich eine Führung für den Tag zu bekommen, oder einen Blick in die Vergangenheit oder Zukunft werfen zu können, sowie eine Frage, die man sich selbst tief im Inneren stellt, beantwortet zu bekommen. An sich eine wirklich gute Idee.

Was mich außerordentlich überrascht hat, ist die Qualität der Karten, die sich wirklich sehr gut angefühlt haben, und alle mit einem schönen Aquarell und meistens auch einem Zitat verziert gewesen sind. Mit dabei gibt es auch einen süßen kleinen "Mini-Altar", auf den man eine Karte für den Tag stellen kann.

Auf den Karten sind ganz unterschiedliche Dinge zu finden. Zum einen sind es Übungen die zum Beispiel zur Entspannung beitragen. Außerdem gibt es auch Fragen, die man dann für sich selbst beantworten muss, sowie inspirierende Sätze. Allerdings gibt es auch Karten auf denen nur ein Aquarell drauf ist, zum Beispiel lauter blaue Kugeln.

Ich persönlich kann mit blauen Kugeln nicht besonders viel anfangen. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich mich noch nie zuvor auf derartige spirituelle Sachen eingelassen habe aber ich wollte es gerne einmal ausprobieren, weswegen ich das Set zum Rezensieren angefragt habe. Allgemein fand ich den Sinn der Karten, beziehungsweise ihre Bedeutung nicht vollständig durchblicken können.

Vielleicht hat sich mein Geist nicht genügend darauf eingelassen, ich weiß es nicht. Ich habe mich genau an die ausführliche an bei liegende Anleitung gehalten und auch mit einigen Freundinnen ausprobiert, doch wir sind alle zu dem Fazit gekommen, dass wir nichts damit anfangen können.

2/5

Donnerstag, 7. November 2019

Rezension: "Die Verbindung" von Cambria Brockman

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Zum Inhalt:
In dem Buch geht es um eine Freundesclique an dem Elite-College Hawthorne. Im Mittelpunkt steht dabei Malin, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Desto näher der Abschlusstag jedoch rückt, desto schwieriger wird die Freundschaft der sechs. Einer von Ihnen wird das College nicht überleben.

Vom Inhalt her, hat mich das Buch an "One of us is lying" von Karen M. McManus erinnert, ein Buch, das mir mega gut gefallen hat, weswegen ich mir "Die Verbindung" auch zulegen wollte. Bevor ich auf den Inhalt eingehe, möchte ich kurz den Aufbau beschreiben:
Das Buch ist in drei Teile geteilt:
Der erste Teil enthält abwechselnd Kapitel aus dem Abschlusstag, der Anfangszeit am College und aus Malins Kindheit.
Im zweiten Teil geht es nur um das letzte Studienjahr, es spielt also lange nach der Anfangszeit, aber noch kurz vor dem Abschlusstag.
Der dritte Teil behandelt abwechselnd Kapitel aus Malins Kindheit und vom Abschlusstag.
Beim Schreiben fällt mir gerade aus, dass diese Aufteilung möglicherweise verwirrend erscheinen kann und als wenn man beim Lesen durcheinander kommen würde. Alle die diesen Gedanken hatten, kann ich beruhigen, denn das ist nicht der Fall. Trotz der unterschiedlichen Aufteilung ist es leicht, der Handlung zu folgen und die Geschehnisse nachzuvollziehen.
Der Schreibstil hat mich von der ersten Sekunde an gefesselt und ich habe das Buch zügig an einem Abend beendet.
Das Buch ist ausschließlich aus Malins Sicht geschrieben, was mich eigentlich stört, denn ich mag es sehr gerne, unterschiedliche Perspektiven zu haben und so ein genaueres Bild von der Situation zu haben, aber das wäre hier vollkommen unnötig und damit kommen wir auch schon zum Inhalt:
Malin ist ein sehr eigenartiger Charakter. Zu Anfang hielt ich sie einfach nur für sehr ruhig, aber es war klar, dass sie etwas grauenhaftes verbarg, ganz nach dem Motto: Stille Wasser sind tief. Man lernt die Uni kennen und es scheint mir beinah eine andere Welt zu sein, doch dann kommen Begriffe wie Facebook, Harvard und Zara, sodass klar wird, dass es eine ganz normale Uni ist. Im weiteren Verlauf wird klar, dass Malin einen Plan hat, doch in welcher Art wird erst ganz am Ende klar, doch soweit sind wir noch nicht. 
Mit jedem Kapitel lernt man mehr über Malin und über ihre Freunde, denn Malin ist ein sehr aufmerksamer Mensch. Sie beobachtet ihr Umfeld genau und analysiert präzise das Verhalten ihrer Mitmenschen, kann ihre Reaktionen einschätzen und manipuliert sie mit Leichtigkeit. Es wird klar, dass sie nicht richtig sozialkompetent ist, sie ist empathielos, fühlt nichts. Trotzdem entwickelt sie eine mehr oder weniger echte Freundschaft zu Ruby (An alle die "You" nicht nur geguckt, sondern auch gelesen haben: Malin erinnert mich stark an Joe). Sie ähnelt einem Roboter, der versucht ein Mensch zu sein, indem sie versucht, das Verhalten ihrer Mitmenschen nachzuahmen, um sich anzupassen und nicht aufzufallen.
Trotz der Tatsache, dass mit Malin etwas definitiv nicht in Ordnung ist, ist sie mir zu keinem Zeitpunkt unsympathisch, denn irgendwie kann ich sie immer mehr und mehr verstehen, auch wenn ich ihre Taten nicht gutheißen kann.
Das Ende des Buches ist sehr überraschend, wenn auch im Nachhinein betrachtet, sehr einleuchtend. Auch wenn von Anfang bis Ende Spannung da war, nahm die Geschichte letztendlich noch richtig Fahrt auf, inklusive unerwarteten und atemberaubenden Wendungen.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, das es Spannung pur und eine wirklich gute Gesellschaft ist. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich liebe es, wenn ich nach einem Buch erst einmal einen Moment brauche, um es zu verarbeiten, weil es einfach zu krass ist. Das kommt nicht sehr häufig vor, umso glücklicher bin ich über diese Geschichte, die das geschafft hat.

5/5 🐢

Rezension: “New York Bad Boy“ von Lauren S. Klinghammer

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Es fällt mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten, darum beginne ich sachlich mit dem Aufbau und komme danach zum Inhalt.

Das Buch beginnt mit einem Inhaltsverzeichnis, was ich zunächst sehr ungewöhnlich fand, einfach, weil ich in "Erwachsenen"-Büchern bisher kein Inhaltsverzeichnis gesehen habe, sofern es keine Sammlung von Kurzgeschichten ist. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es für mich keinen Unterschied gemacht hat, ich habe es nicht benutzt, weil ich nicht wusste wofür. Danach folgt ein Prolog, dessen Handlung neugierig macht und zum Weiterlesen anregt. Der eigentliche Inhalt startet ein Jahr vor dem Prolog.

Der Schreibstil ist am Anfang etwas schwerfällig, jedenfalls fiel es mir anfangs schwer in die Handlung einzusteigen, aber nach zwei Kapiteln wurde es immer flüssiger und ich habe es ungehindert weiter gelesen.

Den Klappentext fand ich noch ansprechend, weswegen ich auch dieses Buch angefragt habe. Zu Beginn war auch alles nachvollziehbar. Ich bin überrascht von Zoes Charakter gewesen. Zunächst hielt ich sie für ein leichtgläubiges, naives, schüchternes Landei, doch in den ersten Kapiteln hat sich mich schon vom Gegenteil überzeugt, denn plötzlich erschien sie starkt, frech und selbstbewusst und hat sich gegen andere behauptet. Jedoch hätte sie das eine oder andere Mal ihr Temperament einfach zügeln sollen.


Im weiteren Verlauf wird mir Zoe immer suspekter. Sie scheint gegen eigene Prinzipien zu verstoßen und lässt sich auf ein Verhältnis mit dem Pick-Up-Artist Danny Smith ein. Allerdings will sie eine feste Beziehung, wa sie ihm natürlich nicht sagt, denn Dannys Meinung zu Beziehungen ist:

"Ich sehe nicht ein, warum Liebe sich auf einen Menschen beschränken sollte. Das ist egoistisch und nebenbei brandgefährlich"

Brandgefährlich ist dabei ein gutes Stichwort, denn Danny konnte den Sorgerechtsstreit seiner Eltern nicht verarbeiten und hat als Kind ausversehen einen halben Wald abgebrannt. Allgemein scheint Danny viel noch nicht verarbeitet zu haben, ich will aber nicht zu viel dazu vorweg nehmen.

Ich hätte noch vier Sterne geben, aber die letzten circa 20 Seiten des Buches sind dann noch sehr sehr eigenartig geworden. Es wurde ziemlich unrealistisch, es wurde nicht mehr ausgeführt, warum was gerade passiert und es wirkte wie ein gezwungenes, schnelles und zufällig erfundenes Ende, das nicht mit den Eigenschaften der Protagonisten übereinstimmt.

Schließlich endet das Buch mit dem Prolog des Anfangs, ohne diesen jedoch aufzulösen, sodass man am Scluss mit einem schnell herbeigeführten und kontextlosen offenen Ende dasitzt.

Zusammenfassend bin ich ziemlich enttäuscht. Der mittlere Handlungsstrang war gut geschrieben, aber der Anfang etwas holprig und das Ende nicht nachvollziehbar. Sehr schade, da die Idee viel Potenzial hätte. Ich hoffe dennoch auf eine Fortsetzung, einfach, weil ich offene Enden hasse.

3/5 🐢